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Kontakt zu Eltern/Angehörigen

„Man kann eigentlich nicht über die Erde sprechen, ohne das Sonnensystem zu beachten.“

Genauso wenig können wir eine verstehende Aussage über Jugendliche machen, ohne deren Familie zu beachten.

Elternarbeit dient zum einen der Informationsgewinnung, auf deren Grundlage die pädagogischen Strategien aufgebaut werden können und zum anderen als Basisarbeit für eine eventuelle Rückführung der/des Jugendlichen zu ihren/seinen Eltern (nicht in allen Fällen möglich oder sinnvoll).

Elternarbeit im Detail:

  • Wenn möglich und sinnvoll, die Eltern von Anbeginn miteinbeziehen und bereits beim Einzug teilhaben lassen. 
  • Gemeinsam mit dem Jugendamt und den Eltern den Hilfeplan erarbeiten und regelmäßig überprüfen und aktualisieren.
  • Von Anfang an die Kontakte regeln. Besuche und Telefonate im beiderseitigen Einverständnis vereinbaren.
  • Durch regelmäßige Treffen gegenseitiges Vertrauen aufbauen.
  • Den Eltern in lebenspraktischen Erziehungsfragen beratend zur Seite stehen.
  • Die Eltern oder Obsorgeberechtigten motivieren, den Erziehungsauftrag wieder zu übernehmen.

In unserem Arbeitsansatz ist primär die/der EinrichtungsleiterIn für die inhaltliche Arbeit mit den Eltern zuständig. In vielen Fällen kann der/die BezugsbetreuerIn in einen Loyalitätskonflikt geraten, wenn er/sie versucht den Bedürfnissen des Jugendlichen und dessen Eltern gerecht zu werden.

Umgekehrt ist es für die Jugendlichen förderlich, einem Loyalitätskonflikt zu entgehen, indem sie merken, dass die professionellen HelferInnen und die Eltern ein gemeinsames Interesse haben und die gleichen Ziele verfolgen.

Die Konkurrenzsituation zwischen den Teammitgliedern und den Eltern wird dadurch entlastet.